Liebe Eltern,

unsere Kinder verbringen aktuell viel Zeit zu Hause. Neben dem „Schulalltag zu Hause“ haben sie nun auch viel Zeit für Hobbys. Neben Dingen wie Lesen, Sport treiben oder viel Zeit mit ihrer Familie verbringen, nutzen viele Jugendliche in der aktuellen Situation vermutlich verstärkt Medien – um über ihre digitalen sozialen Netzwerke mit Freunden und Verwandten im Kontakt zu bleiben oder sich bei Onlinespielen die Zeit vertreiben.

Trotzdem vermissen unsere Kinder ihre Freunde, den Besuch bei den Großeltern und die vielen anderen sozialen Kontakte, die wir aktuell so stark einschränken müssen – oder auch ihre Hobbys (Sportverein, Musikschule,…), denen sie jetzt nicht mehr wie gewohnt nachgehen können.

Für die meisten Familien gehören Medien zum Alltag: Ob Fernsehen, Computer, Tablet, Spielkonsolen oder das Smartphone. Deren Nutzung ist normalerweise je nach Entwicklungsstand, Alter und Interessenlage von Kindern und Jugendlichen sehr unterschiedlich, aber auch stark vom Umgang der Familie mit Medien geprägt.

Damit der Medienkonsum nicht überhand nimmt und Ihre Kinder auch weiterhin einen ausgewogenen Tagesablauf haben, ist es empfehlenswert, dass sie als Familien Nutzungszeiten und Regeln vereinbaren.

Altersentsprechende Beispiele hierfür finden Sie unter den folgendem Link:

 Für Kinder ab 10 Jahren: https://www.klicksafe.de/eltern/kinder-von-10-bis-16-jahren/

Die Nutzung von sozialen Netzwerken wie z. B. WhatsApp, Instagram und TikTok sollte von Ihnen beaufsichtigt werden. Die Alterseinschränkungen vieler Dienste haben den Hintergrund, dass keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind und Kinder dadurch verstärkt Risiken ausgesetzt sind, wie etwa einer ungewollten Kontaktaufnahme durch Fremde (z. B. bei WhatsApp über die Telefonnummer und Gruppeneinladungen).

Außerdem möchte ich Sie darum bitten, ein Auge auf die Inhalte der Chatverläufe und Kommentare ihrer Kinder zu haben. Hier findet nicht nur freundlicher Austausch statt, es werden Bilder und Videos rumgeschickt bzw. kommentiert und nicht selten entwickeln sich aus missverständlichen Formulierungen abwertende Beschimpfungen und große Streitszenarien. Normalerweise lassen sich diese im persönlichen Gespräch schnell klären. Dies sollte aber möglichst zeitnah passieren, bevor etwa Kinder aus Klassengruppen ausgeschlossen werden oder sogar Cybermobbing entsteht.

 In dieser Ausnahmesituation, in der wir uns gerade befinden, müssen wir das ein oder andere mal unsere Erziehungs- und Mediennutzungsideale über Bord werfen – aber denken Sie daran: es gibt auch ein Leben danach!

Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Kinder,

 Annika Zimmermann und Ivette Linde

(Schulsozialarbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium)