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–Bilingualer Unterricht im Sachfach Geschichte-

Seit dem Schuljahr 2006/07 führt das Geschwister-Scholl-Gymnasium eine der neuen 7. Klassen als „bilinguale Klasse“.

Was heißt bilingualer Unterricht konkret an unserer Schule?

In den Klassen 7 und 8 werden die Schüler, vorbehaltlich der Zustimmung des Schulamtes, zwei Schulstunden zusätzlich im Fach Englisch unterrichtet. In der Klasse 9 erfolgt der Geschichtsunterricht dann überwiegend in der englischen Sprache. Je nach Notwendigkeit und Leistungsstand der Klasse können Teile des Unterrichts aber auch auf Deutsch durchgeführt werden.Die zusätzlichen Lerninhalte in den Klassen 7 und 8 im Fach Englisch orientieren sich didaktisch und methodisch an den Fachcurricula des Landes Brandenburg und am schulinternen Lehrplan. So wird beispielsweise ein Schwerpunkt in der Klasse 7 die adaptierte Lektüre über König Heinrich VIII. sein. Weitere landeskundliche Aspekte über London, Wales, Schottland, nationale Feiertage oder die Römer in England sind Themen der zusätzlichen Unterrichtsstunden in der Klasse 7. In der Klasse 8 kommen New York, die Native Americans, die Walfangproblematik, die Raumfahrt und eine adaptierte Lektüre über den Goldrausch in Alaska im erweiterten Englischunterricht zur Sprache. Den Schülern steht deutlich mehr Unterrichtszeit zur Verfügung. Sie können die Fremdsprache mündlich und schriftlich intensiver nutzen. Somit erreichen die Schüler einen enormen Kompetenzvorsprung im Englischen im Wortschatz, der Grammatik, vor allem aber im Hörverstehen und der Sprechfähigkeit. Dieser Vorsprung wird sich positiv auf die Leistungen im Englischunterricht der Sekundarstufe II und natürlich später in Studium und Beruf auswirken. 

Was ist noch zu beachten?

Auf Grund der vielen französischen Wörter im Englischen wird die zweite Fremdsprache Französisch sein. Schüler, die in den Klassen 7 und 8 regelmäßig im Unterricht mitarbeiten, brauchen keine Bedenken bezüglich des Geschichtsunterrichts auf Englisch in der Klasse 9 haben. Die Themen des Geschichtsunterrichts werden gemäß Lehrplan vermittelt und unterscheiden sich nicht von denen der übrigen neunten Klassen. In der Sekundarstufe II kann der bilinguale Unterricht im Grundkurs Geschichte und  Englisch fortgeführt werden.

Welche Chancen und Möglichkeiten bietet der Besuch der bilingualen Klasse?

Der bilinguale Unterricht ermöglicht den Schülern, verstärkt Sach- und Methodenkompetenzen zu erwerben. Gruppen- und Partnerarbeit sollen das soziale Lernen vertiefen und die Team- und Konsensfähigkeit fördern. Sehr früh werden die Schüler an authentische englische Texte herangeführt, die nicht nur dem Spracherwerb dienen, sondern auch einen hohen Informationsgehalt haben. Lesen, Hören, Schreiben, Sprechen und grammatikalische Strukturen werden in der bilingualen Klasse viel stärker geübt, so dass der Einstieg in den auf Englisch gehaltenen Geschichtsunterricht in Klasse 9 gegeben ist. Daneben kommt dem Kompetenzbereich der Lernerautonomie im erweiterten Englischunterricht eine herausragende Bedeutung zu. Die Schüler sollen Selbstständigkeit und Selbstverantwortung für das Lernen entwickeln. Eigenverantwortung für die Materialrecherche und zu treffende Absprachen sollen gefördert und entwickelt werden.
Die dargestellten Ausführungen verdeutlichen, dass der bilinguale Unterricht somit auch unter dem Aspekt der Begabtenförderung zu sehen ist. Angesichts der Globalisierung gesellschaftlicher, politischer, ökonomischer und ökologischer Prozesse sowie der weltweiten Vernetzung der Kommunikation ist Fremdsprachenkompetenz eine berufsqualifizierende Schlüsselkompetenz, die Handlungsfähigkeit ermöglicht und als Europaqualifikation definiert ist. Daher wird in nahezu allen Bundesländern der fremdsprachliche Unterricht in einem Sachfach, z.B. Geschichte, seit vielen Jahren erfolgreich angeboten.
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